
Als erste Position der Ausstellungssequenz „do you want it black or white?“ präsentiert die Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps im Jahr 2026 die Künstlerin Julia Schewalie (*1988 in Krasilovka, KZ). In ihren Arbeiten verbindet sie Material, serielle Grundformen und Farbe zu einem präzise komponierten Wechselspiel, das die unendlichen Nuancen zwischen tiefem Schwarz und strahlendem Weiß untersucht.
Für die Ausstellung entwickelt die Künstlerin eine Auswahl neuer Werke, in denen das zeichnerische und malerische Handwerk in den Mittelpunkt rückt. In den großformatigen Serien „Oily Drops“ und „Oily Tiles“ entfaltet sich auf jeweils über 6 m² ein Muster, das feinste Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß offenlegt. Die Arbeit „160 Squares“ bildet ein Panoptikum kleiner Bildfelder, die jeweils unterschiedliche grafische Mittel nutzen, um Varianten des Schwarz‘ sichtbar zu machen.
Julia Schewalie lebt und arbeitet in München. Nach ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Anke Doberauer und Hermann Pitz wurde sie mit Einzelpräsentationen, u. a. im Kunstverein Lemgo (2025), ausgezeichnet. Des Weiteren waren ihre Arbeiten im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt im Jahr 2022/23 zu sehen. Als weibliche Vertreterin aktueller konkreter Positionen wurde sie ebenfalls 2025 im Kunstmuseum Ahlen gefeiert. Bereits 2017 erwarben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ein erstes Mal eine ihrer Arbeiten.