
„Der Kreis ist vollkommen. Der Kreis ist vollkommen langweilig. Als gestalterisches Element taugen Kreisscheibe oder Kreisring nur, wenn sie verformt werden, wenn zur Harmonie Spannung tritt als emotionales, humanes Element.“
Roland Phleps 1997, in: Stahlskulpturen I, S. 7 und 2017, in: Stahlskulpturen IX, S. 28.
Die Schaufensterausstellung im Winter 2025/26 in der Stiftungshalle Roland Phleps‘ greift eine der zentralen Ausstellungen der Vergangenheit auf – „Kreis- und Kugelvariationen“ aus dem Winter 2017/18 – und ergänzt sie mit älteren Arbeiten des Künstlers. Gezeigt wird, wie vielfältig der Kreis sein kann: aufgeschnitten, verdreht, zu einer Kugel geformt, schneidend scharf oder filigran und leicht. Die Ausstellung erweckt den spielerischen Ansatz zum Leben, dem Roland Phleps als Künstler stets treu geblieben ist.
Der Kreis spielt im Oeuvre Roland Phleps‘ eine herausragende Rolle: Er ist nicht nur die erste der geometrischen Grundformen, mit denen sich der Künstler beschäftig hat, sondern begleitet ihn bis in die letzten Lebensjahre. Der Kreis ist das Thema seines ersten und auch seines letzten noch zu Lebzeiten erschienen Werkkatalogs. Mit dieser Grundform schließt er damit auch symbolisch den Kreis seines Schaffens.