Kammerer-Luka

10. Mai 2026
bis 5. Juli 2026

Kammerer-Luka: Reflektieren, 1993, Acryl auf Leinwand, 100 x 150 cm, sechsteilig, © Archiv Kammerer-Luka, Foto: Dieter Weber

Im Rahmen der Ausstellungssequenz „do you want it black or white?“ des Jahres 2026 widmet die Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps dem deutsch-französischen Künstler Kammerer-Luka eine umfassende Retrospektive.

KAMMERER-LUKA (1929 in Gernsbach als Gerhard Friedrich Ludwig Kammerer; † 2023 in Castres, F) nutzte Schwarz und Weiß als prägnante, zeichenhafte Kontrastpaare. Beide Farben treten in seinem Werk häufig gemeinsam auf, dienen aber ebenso als Gegenpole zu weiteren Farbtönen. Schwarz und Weiß erscheinen dabei nicht nur als binäre Pole – als Positiv und Negativ –, sondern als untrennbares Paar, in dem jedes Element erst durch das andere sichtbar wird.

In seinem Œuvre fungieren Schwarz und Weiß zugleich als Zeichen, Struktur und Form. Als einer der frühen Vertreter der numerischen Computerkunst, der von 1962 bis 2012 eng mit dem Informatiker Jean-Baptiste Kempf zusammenarbeitete, ist Kammerer-Luka in der Stiftungshalle nicht nur mit Skulpturen, Grafiken und Malerei, sondern auch mit frühen Videoarbeiten präsent.